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SR-06

Landschaftsskizzen zwischen Schwarzem Meer und Euphrat



SCHWERPUNKTE


  • Geschichtsträchtige Nord/Osttürkei mit; Hagia Sophia, Sümelakloster, Zilburg, Vank, Ani und Van
  • Vansee mit Klosterinsel Achtamar
  • Spuren der Georgier, Armenier, Urartäer Seldschuken und Osmanen
  • Auf Abrahams Spuren und am Atatürk-Stausee


REISEROUTE




Anatolische Schätze – 12 Tage –


PROGRAMM ABLAUF



1. Tag - Anreise

Linienflug via Istanbul nach Trabzon, der modernen Hafenstadt am Schwarzen Meer. Nach der Ankunft kurzer Transfer ins Stadtzentrum, Check-in im Hotel. 2 x Übernachtung in Trabzon

2. Tag - Felsheiligtum Sümela und Pontisches Gebirge

Am Vormittag führt ein wunderbarer Ausflug zum Kloster Sümela: Das aus dem 6. Jahrhundert stammende Mönchsheiligtum „klebt“ wie ein Adlerhorst in 1.300 m Höhe an einer senkrechten Felswand. Eine knapp einstündige Wanderung auf einem schmalem Bergpfad führt zu den Ruinen der Klosteranlage mit ihrer schönen, freskenverzierten Kapelle und dem herrlichen Panoramablick über die Höhen des Pontischen Gebirges, das dem alpidischen Gebirgssystem angehört und die Klimascheide zwischen dem feuchten Schwarzmeergebiet und dem trockenen Inneranatolien bildet. Zurück in Trabzon warten neben der byzantinischen Klosterkirche Hagia Sophia (heute Museum mit gut erhaltenen Fresken) und Besichtigung der Ortahisar-Moschee und anderer Objekte bzw. freier Aufenthalt auf dem zentralen Hauptplatz für eine Teepause und das beginnende Erspüren einer anderen Welt.

3. Tag - Teehänge am Schwarzen Meer

Mit einer abwechslungsreichen Fahrt entlang des subtropisch geprägten Küstensaums am Schwarzen Meer beginnt dieser Tag. Schöne, mit Teesträuchern bewachsene Terrassen kontrastieren mit dem Regenwald (bis über 2000 mm NS!). In der Nähe von Rize muss der köstliche „Cay“ natürlich probiert werden, bevor es durch das wildromantische Firtina-Tal weitergeht bis zum Dorf Camlihemsin in den Kackar-Bergen, die fast 4000 m Höhe erreichen. Von dort fahren Kleinbusse hinauf auf die Ayder-Hochebene und zur Ruine der Zilkale-Burg. Einfachere Übernachtung und gemeinsames Abendessen.Übernachtung in Hopa

4. Tag - Georgisches und seldschukisches Erbe

Großartig ist die Szenerie des türkischen Georgiens: Die abwechslungsreiche Fahrt über das Gebirge wird durch den Besuch der georgischen Ishan- und Ösk-Vank-Kirche aus dem 11.Jahrhundert gekrönt. Dann geht es weiter nach Erzurum mit seinen beeindruckenden Bauten aus der Seldschukenzeit. Bei einem kurzen Stadtrundgang werden unter anderem die Große Moschee, die geschichtsträchtige Cifte-Minare-Medrese und die Hatuniye Türbe bewundert (Außenbesichtigungen!). Anschließend eine kurze Fahrt hinauf ins türkische Wintersportgebiet Palandöken.Übernachtung in Erzurum

5. Tag - Ani, Armeniens mittelalterliche Hauptstadt

Durch das fruchtbare Tal des Aras – hier gedeihen Baumwolle, Obst und Wein – führt die heutige Fahrstrecke ins türkisch-armenische Grenzgebiet. Über eine alte seldschukische Brücke geht es auf die andere Talseite. Mittagspause im 1750 m hoch gelegenen Kars. Später wird die heutige Grenzstadt Ani erreicht, die früher die Kapitale des Armenischen Reiches war und ihre Blütezeit im 9. bis 11. Jahrhundert erlebte, auf der Berghöhe mit Zitadelle errichtet, 1235 von den Mongolen zerstört. Reste von Stadtmauer, Klöstern und Gotteshäusern mit gut erhaltenen Fresken zeichnen ein eindrucksvolles Bild der armenischen Kunst.Übernachtung in Kars

6. Tag - Im Angesicht des Ararat

Weiterfahrt durch die bizarre Gebirgslandschaft und über steppenartige Hochflächen nach Dogubayazit, das bereits am Fuße des majestätischen Berges Ararat (5.165 m) liegt. Oberhalb des Ortes wird die malerisch gelegene Palastruine des ehemaligen Gouverneurs Ishak Paşa besucht. Von hier hat man (bei günstigem Wetter) einen großartigen Blick über das Ararat-Hochland auf den schneebedeckten Gipfel des Berges, an dem der Legende nach die Arche Noah am Ende der Sintflut gestrandet sein soll. Über den Tendürek-Pass (2.640 m) führt die Etappe dann vorbei an den imposanten Wasserfällen von Muradiye zum weithin leuchtenden Van Gölü (Vansee), den sein hoher Sodagehalt türkis gefärbt hat. Er liegt in einem gewaltigen tektonischen Becken inmitten der Gebirgsstränge von Pontus und Taurus. Vulkane und Basalthochflächen zeugen von der einstigen endogenen Aktivität. Mit dem Besuch der beeindruckenden, fast 3.000 Jahre alten Zitadelle von Tuspa, der einstigen Hauptstadt der Urartäer, klingt der eindrucksreiche Tag aus. 2 x Übernachtung in Van

7. Tag - Vansee mit Klosterinsel Achtamar

In Gevas wird an diesem Vormittag ein alter Friedhof besucht und anschließend eine Bootsfahrt zur Klosterinsel Achtamar unternommen. Hier befindet sich die wohl wichtigste und schönste armenische Kirche; ihr herrlicher Reliefschmuck erzählt in anschaulicher Weise Episoden aus der biblischen Geschichte. Nach ausführlicher Besichtigung führt die Fahrt zurück nach Van. Mit der Besichtigung der beeindruckenden, fast 3.000 Jahre alten Zitadelle von Tuspa, der einstigen Hauptstadt der Urartäer, klingt der eindrucksreiche Tag aus.

8. Tag - Auf der legendären Seidenstraße

Die heutige Etappe folgt der ehemaligen Seidenstraße, wovon die teilweise noch gut erhaltenen Karawansereien am Wegesrand künden. Die Hochweiden sind Grundlage der extensiven Viehwirtschaft. Im pittoresken Festungsstädtchen Hasankeyf, einer Römergründung am Oberlauf des Tigris, verdienen Felsen- und Höhlenwohnungen, eine alte Moschee und die Raubritterburg besondere Aufmerksamkeit. Weiter geht es nach Midyat, eine Stadt im Tur-Abdin-Gebirge mit interessanten syrisch-orthodoxen Kirchen. Zunächst wird aber das aus frühchristlicher Zeit stammende Doppelkloster Deir Mar Gabriel besucht. Eine Begegnung mit der Gemeinde macht die religiöse Vielschichtigkeit besonders deutlich. Nach einer kurzweiligen Fahrt durch weitere Dörfer syrisch-orthodoxer Prägung wird dann auf einem Bummel durch Midyat die jahrtausendealte Tradition der syrischen Kaufleute spürbar. 2 x Übernachtung Midyat

9. Tag - Im Tur-Abdin-Gebirge

Am Vormittag wird ein Ausflug zum Jakobitenkloster Deir Az Zafaran unternommen; die gut erhaltene und ausgedehnte Anlage ist Bischofssitz der syrisch-orthodoxen Kirche. Zurück in Mardin, dessen besonderer Stolz eine alte Bibliothek ist, führt ein Spaziergang durch die malerischen Gassen mit ihren hellen Bruchsteinhäusern – sehenswert sind die ortokidische Moschee, die Bischofskirche und die Kirche des heiligen Michael, die zu den ältesten im Tur-Abdin-Gebiet zählt, einem Kalkplateau mit schütteren Trockenwäldern, wo neben Weidewirtschaft extensiver Getreideanbau betrieben wird. Der Rest des Tages steht zur freien Verfügung.

10. Tag - Nemrud Dag und Grabhügel des Antiochos

Der heutige Tag bringt eine besonders spannende Etappe der Reise: Über Diyarbakir, das sich mächtig auf einem dunklen Basaltplateau über dem Tigris ausbreitet, wird der Euphrat erreicht, der hier schon mit einer Fähre zu überqueren ist. Anschließend geht es mit Kleinbussen auf den berühmten „Berg der Götter“, den 2.150 m hohen Nemrud Dag (UNESCO-Kulturdenkmal). An diesem exponierten Ort ließ König Antiochos I. von Kommagene im 1. Jahrhundert nach Christus ein Monumentaldenkmal über seiner letzten Ruhestätte errichten. Eine kurze Wanderung (ca. 30 Min.) führt zu den weltberühmten überdimensionalen Götter- und Königsköpfen, deren Anblick den Besucher in ehrfurchtsvolles Erstaunen versetzt. Es bleibt genügend Zeit, um diesen magischen Ort zu erkunden. Übernachtung in Kahta

11. Tag - Auf Abrahams Spuren und am Atatürk-Stausee

Auch dieser Tag beginnt spektakulär: Es geht entlang des imposanten Euphrat-Staudammes – das größte Bauprojekt der Türkei ist so hoch wie die Cheopspyramide – nach Sanliurfa (Urfa). Unterwegs wird die Staudamm-Problematik erörtert. In Göbekli Tepe warten die Ausgrabungen der vielleicht ältesten Tempelanlage der Welt (10.000 v. Chr.!). In der Prophetenstadt Urfa herrscht eine faszinierende Atmosphäre aus Tradition und Moderne, eine unvergleichliche Mischung arabischer, kurdischer und türkischer Elemente, begleitet von einer Vielfalt an Religionen – Juden und Muslime sowie diverse alt- und neuchristliche Gemeinden. Schließlich führt ein Abstecher an die syrische Grenze nach Harran, das bekannt ist für seine bienenkorbartigen Trullihäuser, die selbst im Sommer eine angenehme Kühlung bewirken. Der Ort, der im Mittelalter eine Universität beherbergte, genießt aber vor allem deshalb Berühmtheit, weil hier der Überlieferung nach Abraham einige Jahre gelebt haben soll. Am Abrahamsteich in Edessa mit seinen heiligen Karpfen wird ein wenig verweilt, bevor die Reise in Sanliurfa mit einem Basarbummel ausklingt. Übernachtung in Urfa

12. Tag - Abreise

Morgendlicher kurzer Transfer zum Flughafen von Sanliurfa. Von dort Rückflug via Istanbul zum Heimatflughafen.




REISE INFORMATION


    Schwarzmeerküste, Pontinisches Gebirge, Vulkanlandschaft am biblischen Berg Ararat und das unbeschreibliche Türkis des Vansee – Ostanatolien ist nicht nur von ungewöhnlicher landschaftlicher Vielfalt, sondern dabei auch von unglaublich wilder Schönheit. In den Dörfern geht das Leben seinen traditionellen Gang, die Zeit scheint stehen geblieben zu sein in einer Welt, wie sie geschichtsträchtiger kaum sein könnte. Seit alters her ist hier, im äußersten Osten der Türkei, der fruchtbare Nährboden für ein buntes Mosaik der unterschiedlichsten Kulturen: Urartäische Festungen, seldschukische Grabmäler und kommagenische Residenzen, armenische und byzantinische Klöster und Kirchen, kurdische und osmanische Moscheen, Medresen und Paläste finden sich oft in unmittelbarer Nachbarschaft, gebettet in eine wunderbare und authentische Kulisse. Dies ist die Entdeckung einer wenig bereisten Region und ihrer sagenhaften Schätze – kunsthistorischer Kleinode und architektonischer Perlen – im Zweistromland zwischen Euphrat und Tigris ebenso wie im Tur-Abdin-Gebirge, in dem der Apostel Thomas missionierte, und auf Abrahams Spuren in alttestamentarischen Gefilden ebenso wie auf dem legendären „Berg der Götter“, dem mystischen Nemrud Dag.



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