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SR-05

Tur Abdin & armenische Spuren in der Osttürkei



SCHWERPUNKTE


  • Geschichtsträchtige Obermesopotamien
  • Biblische Orte
  • Spuren der Urartäer, Armenier, Römer, Byzantiner, Syrer, Seldschuken und Osmanen
  • Kontakt mit den Einheimischen
  • Treffen/Gespräche mit einheimischen Christen


REISEROUTE




8-tägige Studienreise


PROGRAMM ABLAUF



1. Tag - Anreise

Flug vom Heimatflughafen über Istanbul nach Mardin oder Diyarbakır. Nach der Ankunft Begrüßung durch die Nicaea-Tours Reiseleitung. Transfer zum Hotel in Mardin und Zimmerbezug für drei Nächte.

2. Tag - Schönheiten von Obermesopotamien

Nach dem Frühstück starten wir unsere Reise mit unvergesslichen Besuche in Mardin, einer faszinierenden Stadt mit einer Mixtur aus Islam und Christentum. Während eines Rundgangs in den malerischen Gassen des Zentrums besuchen wir die Kirche der 40 Märtyrer, die Zinciriye Medrese sowie die Ulu Mosche. Anschließend besuchen wir das Kloster Deir-az-Zafaran (Hananias-Kloster oder auch Safran-Kloster). Hier residierte der Patriarch der syrisch-orthodoxen Kirche, bevor der Hauptsitz 1933 nach Damaskus verlegt wurde. Hier besichtigen wir die Mönchzellen, Empfangssäle und das Prunkstück; die Ananiaskirche, ein pyramidenförmig überdachter Kubus, unter dem 12.000 Märtyrer begraben liegen sollen. Eventuell führen wir ein Gespräch mit einem der Priester über das Leben der Aramäischen Christen.

3. Tag - Gigantische Befestigungsanlage von Diyarbakir

Heute unternehmen wir einen Ausflug nach Diyarbakir, zu einer der wichtigsten Städte der Südosttürkei. Früher hat die Stadt unter den Namen Amed existiert. Nach syrischen Quellen käme der heutige Name vom aramäischen Wort Dayr Bekir (= erste Kirche) in Anlehnung an die Mutter-Gottes-Kirche (Meryem Ana Kilisesi) in der Stadt. Die Kirche ist eine der ältesten Kirchen überhaupt und soll aus dem 2. Jahrhundert stammen. Diyarbakır besitzt eine der größten und besterhaltenen Befestigungsanlage der Welt. Außer diesen grandiosen Stadtmauern sind vor allem eine der ältesten Moscheen der Türkei; die Ulu Moschee, die Marienkirche und die Tigris-Brücke sehr sehenswert. Nach freier Zeit im Zentrum der Stadt Diyarbakir fahren wir zurück nach Mardin.

4. Tag - Dara; Ephesus der Südosttürkei

Nach dem Frühstück fahren wir zur antiken Stadt Dara, die als Ephesus der Südosttürkei erst vor kurzer Zeit für die Öffentlichkeit zugänglich gemacht wurde. Als erstes werden wir die neu freigelegten Funde im Bereich der Nekropole sowie die Zisternen uns anschauen. Danach fahren wir weiter nach Nusaybin, dem früheren Nisibis. Hier besuchen wir die Sankt Jakobskirche, erbaut um 315 von Jakob von Nisibis. Im Anschluss erreichen wir nach einer kurzen Fahrt das Kloster Mor Augin im Berggebiet von Izlo (evtl. Möglichkeit zum Treffen und gemeinsamen Gespräch mit den Geistlichen). Mor Augin war das Haupt der Einsiedler in Nusaybin und war der Vorsteher der 72 Seligen Mönche. Danach fahren wir weiter über Beyazsu-Park nach Midyat und beziehen für zwei Nächte unser Hotel.

5. Tag - Tur Abdin; Heimat der aramäischen Christen

Heute unternehmen wir unvergessliche Besichtigungen in Tur Abdin, dem „Berg der Diener Gottes“. Als erstes besuchen wir das Kloster Mar Gabriel, ein noch aktives und lebendiges Kloster in der Nähe der Stadt Midyat. Hier werden die Schüler im Anschluss an den normalen türkischen Schulunterricht in der Sprache Jesu, dem Aramäisch, unterwiesen. Wir besuchen die Schule und werden Gelegenheit für ein Gespräch mit einem der Priester über das Leben der Aramäischen Christen haben. Gemeinsam können wir das „Vater unser“ in der Muttersprache Jesu beten. Im Anschluss besuchen wir ausgewählte Dörfer und syrisch-orthodoxer Klöster der syrisch-aramäischen Christen: Kloster Mor Yakob in Salah und die Marienkirche von Hah in Anitli, die als Perle des Tur Abdin gilt und mit den „Drei Weisen aus dem Morgenland

6. Tag - Hasankeyf und Insel Achtamar

Nach dem Frühstück fahren wir in die einstige Artukiden-Hauptstadt Hasankeyf am Tigris, die eindrucksvollste mittelalterlich-islamische Stadt der Türkei: Felsen- und Höhlenwohnungen, Moscheen und eine Raubritterfestung am Tigris, die als Kontrollstation diente. Der Bau des Ilısu-Staudamms, der Hasankeyf überfluten soll, ist immer noch ein aktuelles Thema. Im Anschluss fahren wir weiter über den Anti-Taurus entlang des Van Sees nach Gevas, der ehemaligen armenischen Residenzstadt Vostan: Rundgang über einen seldschukischen Friedhof mit der Grabmal (Türbe) der Prinzessin Halim Hatun (1358). Anschließend unternehmen wir eine angenehme Schiffsreise zur Achtamar-Insel im Van-See(der Van-See ist der größte Süßwassersee der Türkei und ca. siebenmal größer als der Bodensee). Auf dieser Insel ist eine der bedeutendsten armenischen Kreuzkuppelkirchen als ehemalige Klosterkirche zum Heiligen Kreuz um 910-921 zu bewundern. Die Außenwände der Kirche sind mit drei Flachreliefbändern geschmückt, die Geschichten aus der Bibel darstellen. Im Innern der Klosterkirche finden sich bedeutende Reste von Wandmalereien aus der Erbauungszeit. Nach der Besichtigung fahren wir mit dem Schiff zum Festland und weiter mit dem Bus nach Van. Hotelbezug für zwei Nächte.

7. Tag - Spuren der Urartäer

Heute stehen die Besichtigungen der wichtigsten Burganlagen der Osttürkei auf unserem Programm. Zuerst fahren wir nach Cavustepe und besichtigen die auf einem mächtigen Burgfelsen gelegene urartäische Burg, mit den in Stein gemeißelten Keilschriften. Anschließend fahren wir weiter um die Festung in Hoşap zu besichtigen. Diese atemberaubende Festung wurde im XVI. Jh. durch Süleyman Bey errichtet, einen Angehörigen des Stammes der Mahmudi. Im Inneren der Festung finden sich zwei Moscheen, drei Bäder sowie mehrere Brunnen und Kerker. Danach fahren wir wieder zurück nach Van, die direkt am gleichnamigen See liegt. Durch das Zentrum fahren wir zur berühmten Königsstadt der Urartäer „Tuspa“. Unterhalb der gut erhaltenen urartäischen Burg liegen die Ruinen von Alt-Van, das Anfang des 20. Jhs. zerstört wurde: osmanische Türben, Moscheen, Badehäuser, Stadtmauer und Tore. Bei der Burg können wir auch in Stein gemeißelten Keilschriften der Urartäer bewundern. Nach dem Besuch des neuen archäologischen Museums mit den wunderschönen Funden aus der Zeit der Urartäer, fahren wir zurück zum Hotel.

8. Tag - Rückreise

Nach dem Frühstück heißt es Abschied nehmen von der Osttürkei. Gemeinsamer Bustransfer zum Flughafen von Van und Rückflug via Istanbul zum Heimatflughafen.




REISE INFORMATION


    Die Region bei Nordmesopotamien ist für das Verständnis der Urgeschichte und der Entfaltung der türkischen und europäischen Kultur und Zivilisation von höchster Bedeutung. Hier verzweigte sich die Seidenstraße in viele Richtungen. Die Geschichte dieser Region verlief daher meist sehr komplex und multikulturell, geprägt von einer eigenständigen Verschmelzung verschiedener Einflüsse. Inmitten zauberhafter, vielfältiger Landschaften können wichtigste profane und sakrale Zeugen verschiedener ethnischer, kultureller und religiöser Gemeinschaften entdeckt werden. Weite Steppen, wildromantische Flusstäler und Schluchten, atemberaubende Bergketten und der tiefblaue, von Gletschern umrahmte Van-See, die Berggegend des Tur Abdin – sie alle prägen das Bild und machen die Reise unvergesslich. Hier begegnet man auch wunderschöne Kirchen und Klöstern orthodoxer Christen des Morgenlandes, aber auch islamischen Sakralbauten.



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